Film & Fotos

 

 

fülmbüro

 

Individuell, journalistisch fundiert und technisch versiert: Ingrid Schumacher und Annik Aicher drehen Videofilme für Institutionen, Unternehmer/innen, Museen, Kreativschaffende, Privatleute u.v.m. Sie haben eine Projektidee? Gerne arbeitet das fülmbüro ein Angebot für Sie aus. Mehr Infos unter: www.fuelmbuero.de.

 

Welche Farbe hat der Duft von Moos und Walderdbeeren? Sieht Glück rund oder eckig aus? Wie tiefenscharf ist Einsamkeit? Picture Poems made in England treffen auf weltweite Schaulust.

 

 

Celebrity/Danger

Hollywood: Glamour oder Horror? Eine fremde Stadt, ein fremder Ort. Indizien. Kopfkino.

Birmingham, U.K., Stadtteil Hollywood, 2004

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Englisches Seestück

Als Wind und Regen den Sand hinwegfegten, spielten Treibholz und Möwenfedern ihre Schleifkornsonate. Die melancholische Melodie hörte Lady Rattleshore noch im zwei Meilen entfernt gelegenen Seebad.

Seahouses/Plymouth, 2004

 

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Marktchoreographie

St. Martins Market: Tanz von Händen, Früchten, Fleisch, Gemüse, Geld und zarten Plastiktüten.

 Birmingham U.K., 2004

 

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New York Portraits

Egal was. Liebe ist die Lösung.

New York, 2009

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Ruhrstreifen

Aus Kohle wird Kultur und wieder Kohle.

Essen, 2009

 

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Stuttgart Portraits

Dreh- und Angelpunkt ist Degerloch.

Stuttgart, 2007/2008

 

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Mit Volldampf ins 21. Jahrhundert

Frankfurt am Main, das Finanz- und Dienstleistungszentrum von Weltrang, gehört als Mittelpunkt der dynamischen Wirtschaftsregion FrankfurtRheinMain zu den führenden europäischen Unternehmensstandorten. Die zentrale Lage, die exzellente Infrastruktur mit einem der größten Flughäfen des Kontinents, die Konzentration zukunftsorientierter Unternehmen und seine Internationalität geben der Stadt eine Spitzenstellung im europäischen Vergleich. Quelle: www.frankfurt.de.

Frankfurt am Main 2002, fotografiert mit Boxkamera »Pucky«, 1950er Jahre

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Ungarnaufstand: Der 50. Jahrestag

Budapest, 23. Oktober 2006

11 Uhr. Die Straßenbahn rattert über die Margaretenbrücke. Der Blick streift zwei Männer, die am Geländer stehen und Plakate tragen. Gyurcsany, du Lügner, gib auf! und Gyurcsany – die Schande von Europa steht da. In Englisch. In der Marcoóutca ballt sich inzwischen die Polizei und drängt eine handvoll Demonstranten zurück. Auf den Balkonen eines Wohnblocks beobachten alte Frauen die Szene. Neugierig sind sie, ein bisschen ängstlich, in Morgenröcken stehen sie da. Aus Haut und Stoffen ist jede Energie geflossen.

Das Parlament ist weitläufig abgesperrt. Und an der Uferpromenade harren Polizeifahrzeuge in Wartestellung. Die obdachlosen Männer im Park strecken nur kurz den Kopf aus dem Schlafsack, dann drehen sie sich wieder zur Seite. Sie gehören schon lange nicht mehr dazu.

Seien Sie unbesorgt, es wird zu keinen Ausschreitungen kommen, hatte ein paar Tage vorher der Ex-Botschafter Gergely Pröhle gesagt. Am Abend sieht er Straßenschlachten im Fernsehen. „Es tut mir Leid. Ich habe die Situation voölig falsch eingeschätzt. Diese Brutalität von Seiten der Polizei hätte ich nie erwartet.“ Gergely Pröhles Schwägerin hatte erzählt, dass sie von berittenen Polizisten geschlagen worden sei.

Um 17 Uhr klingelt bei István Fórizs*, Journalist der Tageszeitung Népszabadság, das Handy. Einen Linienbus haben die Demonstranten gekapert und nehmen ihn als Barriere. Die Straßenbahn schaukelt durch die Außenbezirke. István lehnt seinen Kopf an die Scheibe. Ich weiß nicht, warum ich so müde bin, sagt er. Vielleicht sind es die Schmerzen in seinem Fuß, den er kürzlich gebrochen hat. Schmerz strengt an. Aber es ist nicht nur der im Fuß. Geh heute nicht alleine ins Stadtzentrum. István sieht besorgt aus. Pass auf dich auf, keiner weiß, was noch passiert.

Kiskunmajsa, 27. Oktober 2006

Am frühen Morgen stauben auf dem Feldweg die Schritte. Flüchtige Spuren von Hundepfoten und Fahrradreifen. Und dazwischen die Abdrücke von nackten Füßen, mitten im Herbst, einem Herbst, der langsam frostig wird.

Budapest, 6. Oktober 2016

Die Tageszeitung Népszabadság wird überraschend eingestellt. Sie stand der Regierung kritisch gegenüber. 2010 war der nationalkonservative Viktor Orbán zum Ministerpräsidenten gewählt worden.

*Name geändert

Ungarn, 2006

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